"Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben."

Vorsorgen und Vererben

 

An diesen Erfahrungssatz erinnert sich, wer wegen Unfalls oder schwerer Erkrankung plötzlich nicht mehr in der Lage ist, seine eigenen Angelegenheiten zu regeln und wegen fehlender Vorsorge auf fremde Betreuung angewiesen und im schlimmsten Fall anderen Personen ausgeliefert ist. Wer sich aber wünscht, ohne Fremdbetreuung und selbstbestimmt auch die schweren Zeiten seines Lebens durchzustehen und darüber hinaus auch seinen Nachlass nach eigenen Vorstellungen zu ordnen und zu regeln, der handelt besser nach dem Motto: „Was Du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf  morgen!“

 

Durch eine Vorsorgevollmacht wird ein Höchstmaß an Privatsphäre sichergestellt. Eine von Ihnen benannte Person Ihres Vertrauens erhält von Ihnen das Recht, Sie zu vertreten, wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage sind, wichtige Entscheidungen zu treffen. Damit wird eine Betreuung verhindert.

 

In der Patientenverfügung erklären Sie Ihren Willen, wie Sie die medizinische Versorgung bei schwerer Erkrankung  wünschen, insbesondere, ob lebensverlängernde Maßnahmen bei unheilbaren Krankheiten durchgeführt werden sollen. An diesen Willen müssen sich die Ärzte halten.

 

Das Testament gibt Ihnen die Möglichkeit, abweichend von den gesetzlichen Vorgaben eine Nachlassregelung zu treffen, die sich weitestgehend nach Ihren persönlichen Wünschen richtet.

 

Die Testamentsvollstreckung sichert die Abwicklung Ihres Testaments und damit die Durchsetzung Ihres Willens.
Damit Sie Ihre Vorsorgemaßnahmen nach Ihren Vorstellungen und Wünschen rechtssicher und in richtiger Abstimmung gestalten können, empfiehlt sich die fachkundige Unterstützung durch einen Rechtsberater.

 

Text: U. Köhler