Lüneburg, März 2022

Mit Yoga aus dem Winterschlaf

Ich habe gerade das Gefühl, der Winter dauert ewig und ich sehne mich nach etwas Sonne und frischem Grün in der Natur!  Wenn es Ihnen da geht wie mir, möchte ich Ihnen ein paar Tipps und Übungen aus meiner Yoga-Trickkiste verraten. Denn auch wenn der Winter noch etwas anhält, verheißen die langsam etwas längerwerdenden Tage, dass bald wieder der Frühling vor der Tür steht.

Ich möchte Ihnen zeigen, wie Sie sich diese Zeit der Vorfreude zu Nutze machen können, um neue Energie zu tanken und langsam aus dem Winterschlaf zu erwachen. Sie können diese Übungen zum Beispiel gleich morgens nach dem Aufstehen machen.


1. Atemübungen (Pranayama) am geöffneten Fenster
Ziehen Sie sich etwas Warmes über, öffnen sie das Fenster weit und atmen Sie tief durch die Nase ein und lang und tief durch den Mund wieder aus. Wenn Sie möchten, nehmen Sie Ihre Arme bei der Einatmung über die Seiten nach oben und bei der Ausatmung bringen Sie die Hände mit den Handflächen aneinander vor die Mitte Ihres Brustkorbes.
Wenn Sie diese Übung morgens entweder am Fenster, im Garten oder auf dem Balkon praktizieren, werden Sie schnell bemerken wie Ihr Energielevel steigt, sie wacher werden und sich vielleicht sogar den Kaffee am Morgen sparen können. Die frische Luft versorgt Ihr Gehirn, Ihre Lunge und den gesamten Organismus mit ausreichend Sauerstoff und macht wach. Diese Übung ist auch sehr schön für zwischendurch und steigert sofort Ihr Wohlbefinden.
Hierbei ist es wichtig, gerade wenn es draußen noch kühl ist, durch die Nase einzuatmen, damit die Luft, bevor sie in die Lunge gelangt, angewärmt werden kann.


2. Dehnung des Rückens und der Schultern
Gerade im Winter haben wir oft verspannte Schultern. Sei es durch die mangelnde Bewegung oder dadurch, dass wir die Schultern bei Kälte oft zu den Ohren heranziehen. Diese Übung sorgt für eine Dehnung der Schultern und des Rückens und öffnet den Brustkorb. Stellen Sie sich hüftbreit hin und greifen Sie mit Ihren Händen hinter sich in das „Venusschloss“. Nun ziehen Sie die Hände nach hinten, unten, etwas weg von Ihrem Gesäß. Entweder bleiben Sie hier oder beugen sich nun mit etwas gebeugten Knien nach vorne und ziehen Ihre Hände, soweit es geht, in Richtung Himmel.
Übertreiben Sie nicht und gehen Sie nur so weit nach vorne, wie es sich für Sie angenehm anfühlt. Wenn Ihnen das Blut zu sehr in den Kopf fließt, kommen Sie langsam wieder raus aus der Position.


3. Der Tänzer
Diese Übung sorgt für Stabilität und schult Ihr Gleichgewicht. Geben Sie Ihr Gewicht zuerst auf Ihr rechtes Bein und winkeln Sie Ihr linkes Bein so an, dass Sie den Fuß mit der linken Hand greifen können. Sie können sich bei dieser Übung, falls Sie etwas ins Wanken geraten, auch gerne mit der rechten Hand festhalten. Schieben Sie Ihr Becken dabei etwas nach vorne, so dass Sie eine Dehnung in der linken Leiste im sogenannten Hüftbeuger spüren. Dieser Muskel ist aufgrund des häufigen Sitzens, dass zu unser aller Alltag dazugehört, oft verkürzt und liebt es mit dieser Übung gedehnt zu werden. Die Dehnung darf ruhig auch im Oberschenkel und sogar manchmal bis zum Knie gespürt werden.

Text und Bilder: Mirjam Michaelis