Lüneburg, Dezember 2020

Der Garten im Winter

Die vierte Jahreszeit bewegt die Gemüter; manche lieben den Winter, andere könnten gut auf ihn verzichten. Die Natur schläft und ehe sich unter den Bäumen und Sträuchern wieder frisches Grün zeigt, gehen noch viele Wochen und Monate ins Land. Aber, muss der Garten deshalb zwangsläufig langweilig sein?

Viele Farne gehören zu diesen Tiefkühlspezialisten, beispielsweise der Hirschzungen-Farn mit seinen elegant-gewellten frischglänzenden Blattwedeln und die große Gruppe der feingefiederten Schildfarne. Mit ihrem trichterförmigen Wuchs und der interessanten Blattstruktur kommen sie im Winter besonders gut zur Geltung und verleihen dem Garten Struktur. Das gilt auch für viele attraktive Gräserarten, für Seggen etwa, Schwingel und zarte Schönheiten wie die Waldschmielen. Ihre Blütenstände sind auch im trockenen Zustand ausgesprochen hübsch, besonders, wenn sie von glitzerndem Raureif überzogen wurden.
Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen clevere Gärtner mit Stauden, die im Winter mit grünen Blättern punkten und sich im Frühjahr oder Sommer zusätzlich mit schönen Blüten schmücken. Das Blaukissen zum Beispiel, das im Frühjahr herrlich anzuschauende weiße, rosarote oder violettfarbene Blütenpolster bildet. Grasnelken, über deren sattgrünem grasartigen Laub ab Mai zierliche Blütenbälle schweben. Und natürlich die vielen silberblättrigen Stauden von Gewürz-Salbei bis hin zu Halbsträuchern wie dem Lavendel.


Farbenvielfalt und Blütenpracht
Farbe kommt auch mit den überaus robusten Bergenien ins Spiel. Sorten wie ‚Eroica‘ ziehen rund ums Jahr die Blicke auf sich, im April/Mai mit ihren üppigen Blütenständen, im Winter mit ihrem nach dem Frost noch tiefer rotgefärbten Blättern. Auch viele Storchschnabelarten bestechen mit interessant geformtem Laub und bei den Purpurglöckchen locken Blattvarianten von Apricot bis Schwarzrot. Einen ganz besonderer Geheimtipp für all jene, die sich auch im Winter an duftigen Blüten über frischem Grün erfreuen möchten: In den vergangenen Jahren sind besonders reichblühende Sorten des Hornveilchens gezüchtet worden. Sie wirken zwar überaus zart, aber in Kübeln an einem geschützten Platz am Haus bringen sie den ganzen Winter immer wieder neue Blüten hervor.


Gartenpflege im Winter
Wintergrüne Pflanzen verdunsten über ihre Blätter auch in der kalten Jahreszeit Wasser. Insbesondere wintergrüne Topfpflanzen sollte man daher an frostfreien Tagen gießen, damit sie nicht vertrocknen. Es wird daher empfohlen wintergrüne Stauden in möglichst großen Gefäßen zu setzen. Dadurch muss man weniger gießen und der Wurzelballen ist besser gegen Durchfrieren geschützt. In jedem Fall sollte man bepflanzte Gefäße im Spätherbst mit Sackleinen, Noppenfolie (nur um den Topf!) oder Strohmatten umwickeln. Beetpflanzen benötigen weniger Aufmerksamkeit.

Text: Das Grüne Medienhaus


Lüneburg, September 2020

Genug Nahrung

Auch vor dem Winter

Der Beginn des Herbstes, bedeutet für Insekten eine magere Zeit an Nahrung. Damit die wichtigsten Bestäuber vor der Winterruhe noch einmal ausreichend Futter finden, benötigen sie späte Blüten.


Hierbei eignen sich jedoch nicht alle Blühpflanzen. Neben Nektar-
und Pollengehalt ist auch die Zeit der Blüte ein wichtiger Aspekt. So gibt es während der Obstblüte reichlich Nahrung für die Insekten in den Gärten und auf den Wiesen. Gegen Ende des Sommers beginnt dann die magere Zeit. Um den Insekten dabei zu helfen, sich auf die Winterruhe vorzubereiten, eignen sich Blüten-Stauden. Unter den Herbstschönheiten, die jeden Garten und Balkon auch zur düsteren, kühleren Zeit des Jahres erleuchten lassen, zählen Sonnenbraut, Astern, Herbstanemone, Prachtkerzen, Fetthenne, Chrysan-themen sowie Herbst-Steinbrech. Als schmackhafte Insektenweiden für den Balkonkasten sind Küchenkräuter wie Thymian und Oregano eine gute Wahl. Für Beete und Pflanzengefäße bewährt sich Besenheide sehr gut als Bienennährpflanze.


Lilaner, nützlicher Hingucker
Zu den insektenfreundlichen Schönheiten im spätsommerlichen Topfgarten zählt auch die Strauchveronika. Der kleine Busch begeistert mit seinen länglichen Blütenständen und glänzenden Blättern sowohl Mensch als auch Insekt gleichermaßen in der herbstlichen Zeit. Die Blüte der Strauchveronika beginnt, wenn die meisten anderen Pflanzen ihren Höhepunkt bereits überschritten haben und setzt sich bis zum Spätherbst fort. Erfreuen auch Sie sich an der Farbenpracht dieser Pflanzen und unterstützen ganz leicht nebenbei die Insektenwelt während der kühlen Jahreszeit.

Text: Das Grüne Medienhaus


Die Frühblüher vertreiben den Winter!

© Grünes Medienhaus
© Grünes Medienhaus

Der Frühling ist da – denn zumindest meteorologisch endet am 1. März der Winter. Um die kalte Jahreszeit endgültig zu vertreiben und die ersten wärmenden Sonnenstrahlen angemessen zu begrüßen, eignen sich farbenfrohe Frühlingsblüher, die schön in der Sonne leuchten.

 

Es ist eine schöne Tradition, den Frühling mit Pflanzenklassikern zu begrüßen: Violen gibt es in einer riesigen Farbpalette als großblütige Stiefmütterchen (Viola wittrockiana) und kleinblütige Hornveilchen (Viola cornuta). Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica) mit den kleinen, meist blauen Blüten hat vor allem für Liebende seit der Romantik eine besondere Symbolik. In Rosa- und Weißtönen stecken Kultur-Gänseblümchen (Bellis perennis) ihre Köpfe der Sonne entgegen. Dicht gefüllt erinnern sie kaum noch an ihre wilden Verwandten. Elegant wirken auch die runden Köpfe von Ranunkeln (Ranunculus asiaticus). Kräftigen Blütenfarben von Weiß über Gelb und Orange bis hin zu Pink und Rot leuchten mit Sonne um die Wette.


Blühpflanzen
Für viele sind Primeln die schönsten Frühlingsboten, diese sind in zunehmend aus­gefallenen Farben auf dem Markt. Ihre lange Haltbarkeit macht sie zur dankbarsten Blühpflanze in dieser Jahreszeit. Sie trotzen schlechtem Wetter und dabei bilden sie über viele Wochen hinweg unermüdlich immer wieder neue Knospen. Im Trend ist dieses Jahr eine hohe Wuchsform: Statt sich als Kissen dicht über den Blättern zu öffnen, strecken sich Stängelprimeln vorwitzig in die Höhe. In natürlich wirkenden Creme- und Gelbtönen sind sie, egal ob auf der Terrasse im Kübel oder im Bauerngarten, ein echter Hingucker.


Primeln nicht austrocknen lassen
Als Frühblüher vertragen Primeln kurzzeitig Temperaturen unter null Grad. Bei Temperaturen unter -2 °C sollten die Blüten vor Frost geschützt werden. Die Erde der Primeln muss immer leicht feucht gehalten werden, Wassermangel schadet den Knospen.

GMH/BDC), Text und Bild von „Grünes Medienhaus“