Vom Mikrowaschbecken bis zum Mini-Spa

Bonn (vds) Große Zeiten für kleine Bäder. Die neuen Klein-Künstler überzeugen mit einer ordentlichen Prise Persönlichkeit und ambitionierten Regeln: 1. Es darf kein Zentimeter ungenutzt bleiben. 2. Geht nicht, gibt es nicht, selbst ein Spa funktioniert in mini. 3. Lebenswerte Gestaltung und mollige Wärme sind ein Muss. Das sagt auch VDS-Badbotschafterin Franziska van Almsick.

 

Clevere Lösungen für Waschplätze bieten im Kleinbad überall wertvollen Stauraum, wo es nur geht. Eine reduzierte Ausladung machen seitliche Ablageflächen oder funktional gestaltete Unterschränke wieder wett. Wenn das nicht reicht, springen Regale im passenden Design zur Seite und sorgen nebenbei für angesagte Wohnlichkeit. Schlanke Hochschränke stapeln Abstellfächer übereinander. Mit praktischen Ordnungssystemen bringt man in der Schublade mehr Utensilien unter als ohne Sortierhilfe. Dank durchdachter Accessoires lässt sich selbst auf einer winzigen Ablage Platz gewinnen: So spart ein am Stiel fixierter Kosmetikspiegel den Raum für den Fuß und fällt zudem nicht runter.


Ohne anzuecken unter die Dusche
Wie die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) erklärt, spielen Armaturen eine besondere Rolle. Der Tipp: Bei Waschbecken mit kleineren Maßen wirken sich Wandmodelle platzsparend aus. Alternativ ordnet man den Wasserspender seitlich an. Für Badplaner bedeuten solche Lösungen mehr Gestaltungsfreiheit, und Bauherren dürfen sich über einen breiteren Durchgang zur Dusche freuen. Auf die altersgerechte, bodenebene Ausführung muss dabei nicht verzichtet werden. Fortschrittliche Ablaufkonzepte gleichen u. a. fehlendes Gefälle aus, einige verlegen den Abfluss sogar in die Wand. Wer die Duschfläche in der Farbe des Bodens wählt, tut gut daran, denn das Bad erscheint durch diese Maßnahme größer.


Freier Lauf für die Einrichtung
Die Wahl der Duschabtrennung muss laut VDS wohlüberlegt sein: Für Schlauchbäder etwa bieten sich Modelle an, die sich an die Wand klappen lassen. Technisch ausgetüftelte Beschläge erlauben praktische Faltvarianten.
Ähnlich wie Spiegelschränke mit LED-Beleuchtung geben ganze Leuchtwände Kleinbädern neben Licht auch einen räumlichen Charakter.


Mobile Wasserquelle
Aktuelle Angebote vereinen verschiedene Funktionen wie Schlauchanschluss, Brausehalter, Absperrventil oder Umsteller kompakt in einem Element. Neu ist eine sogenannte Funktionsbrause mit 150 cm langem Schlauch. Sie wird separat am Waschbecken angeschlossen und lässt sich als mobile Wasserquelle zwischen diesem und dem WC zum Waschen von Haaren und Füßen sowie für die Intimhygiene nutzen.


Spa geht auch in mini
Dass ein kleines Bad keineswegs den Verzicht auf eine Wellness- bzw. Gesundheitsausstattung bedeuten muss, hat unlängst das erfolgreiche Designbüro sieger design mit dem Small Size Premium Spa bewiesen. Das Architekturkonzept vereint auf gerade einmal 6 qm WC, Waschtisch sowie eine Kombination aus einer vertikalen und horizontalen Dusche. Diese befindet sich hinter einer Glastür und verfügt zu regenerativen Anwendungen an Armen und Beinen über ein integriertes Gießrohr, das mit gleichmäßigem Strahl verwöhnt. Zur puren Entspannung fällt Wasser als angenehmer Schauer vom Himmel. Realisiert wurde das mit einem in der Decke integrierten Regenpaneel. Dampfbad und weitere Szenarien dienen der Prävention und erhalten bzw. fördern darüber hinaus die Gesundheit.

 

Behaglich und mollig warm
Auch Schwimm-Ikone Franziska van Almsick sieht in der Größe eines Bades kein Hindernis, um sich darin zu erholen. „Egal, wie überschaubar der Raum sein mag, ich kann ihn doch so gestalten, dass er meinen Bedürfnissen entspricht und ich mich wohlfühle“, sagt die VDS-Badbotschafterin. Um nach dem Wachwerden schnell auf Betriebstemperatur zu kommen, muss für sie ein Bad unbedingt zweierlei sein: „lebenswert ausgestattet und mollig warm“.