Lüneburg, September 2019

Nun beginnt die Zwetschenzeit

© Bild GMH / © Grafik frimufilms
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Das wird ein Traumjahr für alle Zwetschenfans: Die Bäume der deutschen Obstanbauer hängen voll. Die reiche Ernte beschwert Liebhabern der süßen Früchte, ob frisch, als Zwetschenkuchen, Dörrobst oder Pflaumenmus.

Große Früchte zum Naschen. Zwetschen aus deutschem Anbau bieten dank kurzer Wege maximalen Geschmack. Das goldgelbe, saftige Fruchtfleisch unter der dunklen Schale punktet mit viel Aroma und reichlich Fruchtzucker. Je reifer die Früchte gepflückt werden, desto süßer sind sie. Neben der altbekannten Hauszwetsche gibt es auch viele neue Sorten, sodass eine lange Erntezeit Genuss bis weit in den Herbst hinein bietet. Während die großen Sorten meist frisch genascht werden, passen kleinere Sorten besonders gut unter einer Streuselschicht auf einem Hefeteig oder verarbeitet zu würzigem Pflaumenmus.

 

Anbau mit Leidenschaft und Herzblut
Zwetschen in bester Qualität stehen bei Obstliebhabern hoch im Kurs. Wer gezielt aus regionalem Anbau kauft, bekommt die beste Ware und zeigt damit Wertschätzung für die Arbeit vor Ort. “Nur dann“, konstatiert Hochhaus, „hat der Landwirt um die Ecke auch eine reelle Chance, die Tradition des Obstanbaus mit viel Leidenchaft und Herzblut weiterzuführen.“ Björn Hochhaus leitet seinen Familienbetrieb in der sechsten Generation. Und selbst dann: Ohne eine gehörige Portion Idealismus ist Obstbau heute kaum mehr mög-lich. Lange Arbeitstage, steigende Betriebskosten und ein witte-rungsbedingt hohes Anbau-Risiko gehören zum Beruf, so Hoch-haus. Das alles hat zur Folge, dass er bei Investitionen so man-ches Mal mit Bauchschmerzen ins Bett geht, Umso schöner, wenn die Mühen in diesem Jahr mit einer reichen Ernte von hochwertigen Zwetschen belohnt werden.

 

Weißer Film zeugt von Qualität
Zwetschen enthalten unter anderem Mineralien wie Kalium, Magnesium, Eisen und Zink, sowie Vitamine (C, E und B) und den wasserlöslichen Ballaststoff Pektin. Für eine möglichst hohe Konzentration sollten die Zwetschen möglichst frisch sein. Die dunkle Haut von frischen Früchten gibt bei leichtem Druck elastisch nach und ist von einem weißen Film überzogen. Diese mehlartige, abwischbare Schicht wird auch als Duftfilm oder Reif bezeichnet. Das natürliche Qualitätszeichen verschwindet, wenn die Früchte überreif werden oder zu oft angefasst wurden.

 

Bild und Text GMH / www.gruenes-medienhaus.de