Lüneburg, März 2026

© Tamme
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Ein Museumsbesuch kann viel mehr sein als ein schöner Zeitvertreib. Für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen kann er zu einem wertvollen Erlebnis werden, das Lebensfreude schenkt, Erinnerungen weckt und die Seele stärkt. Genau hier setzt die „Museumszeit“ im Museum Lüneburg an. Das Museum Lüneburg gehörte zu den ersten Museen in Deutschland, die gezielte Angebote für Menschen mit Demenz entwickelten. Kulturelle Teilhabe für alle Menschen mit Beeinträchtigungen gehört hier fest zum Programm.
Kultur, die gut tut
Aktuelle Studien zeigen: Museumsbesuche wirken gegen Stress, Depressionen und andere psychische Erkrankungen. Speziell konzipierte, demenzsensible Museumsführungen lindern die Symptome und wirken oft sogar wirksamer als Medikamente. Sie fördern das Wohlbefinden, regen Gespräche an und stärken die Lebensqualität. Historische Gegenstände oder vertraute Alltagsobjekte öffnen Türen zur Vergangenheit. Ein Bild oder eine Geschichte – und plötzlich sind längst vergessene Erinnerungen wieder da.
Geschützte Atmosphäre und kleine Gruppen
Im Museum Lüneburg finden regelmäßig am ersten Mittwoch im Monat um 15 Uhr kostenfreie Sonderführungen für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen statt. Die Treffen sind bewusst ruhig, überschaubar und in einem langsamen Tempo gestaltet. Kleine Gruppen sorgen für eine entspannte Atmosphäre ohne Zeitdruck – nicht nur für die Demenzerkrankten, sondern auch für ihre Angehörigen, die Zeit finden zum Durchatmen und Loslassen
„Der Fokus liegt dabei auf dem gemeinsamen Erleben schöner Momente. Kultur und Geschichte sind oft der Schlüssel zur emotionalen Welt von Menschen mit Demenz“, sagt Museumsleiterin Dr. Heike Düselder. 
Warum spezielle Führungen so wichtig sind
Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass speziell geschulte, demenzsensible Führungen deutlich erholsamer sind. Die ruhige Atmosphäre mit großzügigen und klimatisierten Räumen und das achtsame Erleben und Betrachten von Kunstwerken brauchen Zeit und Zuwendung, um heilsam wirken zu können.

© Tamme
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Museumsbesuche auf Rezept bald in Deutschland?
Die Ergebnisse zahlreicher Studien sind einleuchtend und eindeutig. In Großbritannien und Kanada sind Museumsbesuche für Menschen mit Demenz teilweise bereits auf ärztliches Rezept möglich. Auch in Deutschland wächst das Interesse an diesem Ansatz. Darauf bezieht sich auch Museumsleiterin Dr. Heike Düselder wenn sie sagt: Ich wünsche mir, dass es bald schon Museumsführungen auf Rezept gibt. Aktuell sucht das Museum dafür Kooperationspartner und das Gespräch mit Hausärzten und Krankenkassen.
Im Anschluss an die Führung besteht die Möglichkeit, den Nachmittag bei Kaffee und Kuchen im Museumscafé LUNA gemütlich ausklingen zu lassen.  
Mit dieser Initiative möchte das Museum Lüneburg Barrieren abbauen und jedem einen Zugang zur Kultur ermöglichen – für Menschen mit Demenz ebenso wie für ihre Angehörigen.

Text:  Museum Lüneburg



Lüneburg, Juni 2025

Sonderausstellung

Surrender 45

Lüneburg im Fokus der Weltöffentlichkeit

Mit großer internationaler Beteiligung hat das Museum Lüneburg seine Sonderausstellung „Surrender ’45 – Lüneburg im Fokus der Weltöffentlichkeit“ eröffnet.
Die Ausstellung widmet sich einem bislang weitgehend vergessenen Ereignis von weltgeschichtlicher Bedeutung: der Teilkapitulation der Wehrmacht auf dem Timeloberg bei Lüneburg am 4. Mai 1945 – einem entscheidenden Schritt auf dem Weg zum Ende des Zweiten Weltkriegs.
Die Ausstellung rekonstruiert das Geschehen rund um die Teilkapitulation auf dem Timeloberg, dokumentiert die mediale Inszenierung durch eindrucksvolle Originalfotos, Filmaufnahmen und szenografisch gestaltete Schauplätze.
Am 4. Mai 1945 unterzeichnete eine deutsche Delegation auf dem Timeloberg bei Lüneburg die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht für Nordwestdeutschland, Hamburg, Dänemark und die Niederlande. Diese Teilkapitulation markierte einen entscheidenden Schritt zum Ende des Zweiten Weltkriegs – nur wenige Tage später folgten die Gesamtkapitulationen in Reims und Berlin-Karlshorst. Die damaligen Bilder und Berichte vom „Surrender in the Luneburg Heath“ gingen um die Welt – inszeniert vom britischen Oberbefehlshaber Bernard Montgomery als bewusstes Medienereignis. Er nutzte gezielt die Macht der Bilder, um den Kapitulationsakt im Bewusstsein des historischen Moments als Medienereignis in Szene zu setzen.
Erinnerungsarbeit heute im 
Museum Lüneburg
Die Ausstellung fragt auch: Wie erinnern wir heute? Die historischen Orte – die Villa Häcklingen und der Kapitulationsort auf dem Timeloberg – existieren nicht mehr. Die Villa wurde 2024 abgerissen, trotz langjähriger Bemühungen, sie als Gedenkort zu erhalten. Dem Museum gelang es, das Eingangsportal sowie weitere Teile der Villa zu sichern – sie sind nun erstmals in der Ausstellung zu sehen. Prof. Dr. Düselder betont: „Unsere Aufgabe als Museum ist es auch, Erinnerungskultur zu gestalten, ihr Ausdruck zu verleihen mit Objekten, Inhalten und Interpretationen.“ Unsere Ausstellung ‚Surrender 45‘ zeigt einen Ausschnitt aus einem weltgeschichtlichen Moment.“

© Museum Lüneburg
© Museum Lüneburg
© Stadtarchiv Lüneburg
© Stadtarchiv Lüneburg

3. Mai bis 2. November 2025
Museum Lüneburg,  Wandrahmstr. 10, Lüneburg  
Wöchentlich findet am Donnerstag, um 
15:00 Uhr, eine kostenfreie Führung durch die Ausstellung statt (ohne Anmeldung, im Eintritt enthalten).



Archäologie entdecken, Natur erkunden, Geschichte erleben

Museum Lüneburg

                            © Museum Lüneburg
© Museum Lüneburg

Fesselnde Einblicke in die Natur- und Kulturgeschichte der Stadt und Region erhalten große und kleine Gäste in der Ausstellung des Museum Lüneburg.

 

Vom Erdaltertum bis heute werden mit einzigartigen Exponaten wie dem sieben Meter langen Falttisch aus der herzoglichen Burg oder dem auch „Lüneburger Diamant“ genannten Boracit Geschichte und Geschichten erzählt. Mit rund 200 Veranstaltungen im Jahr ist das Museum Lüneburg viel mehr als ein klassisches Museum. Die Palette reicht dabei von Sonderaus-stellungen, Vorträgen über Konzerte und Theater bis zu Märkten verschiedener Art. Gruppenführungen und kostenfreie MediaGuides gehören ebenso zum Angebot wie Familien- und Ferienaktionen, Kindergeburtstage und Programme für Kindergärten und Schulklassen.
 
Das Museumscafé LUNA mit der Ilmenau-Terrasse und einem traumhaften Blick auf die Altstadt-Silhouette verwöhnt seine Gäste mit leckerem Kuchen und anderen Köstlichkeiten. Der Museumsshop hält ein ausgewähltes Angebot an Büchern, Spielen, Kunstdrucken, Fossilien, Töpfer- und Glaswaren sowie weitere Geschenkartikel und schöne Mitbringsel bereit.  

Text: Museum Lüneburg

 

Kontakt:

Museum Lüneburg

Willy-Brandt-Straße 1

Tel.: 04131 - 720 65 80

E-Mail: [email protected]

www.museumlueneburg.de