Lüneburg, März 2022

Finanzamt und Zinsen ade?

Das Warten hat ein Ende …

Nach langer Wartezeit hat das Bundesverfassungsgericht endlich am 18.08.2021 über die Höhe des Zinssatzes bei Steuernachzahlungen und Steuerforderungen entschieden. Worüber ging der Streit genau? Bereits seit dem Jahr 1990 wurden nach Ablauf des 15ten Monats eines Veranlagungsjahres – für das Veranlagungsjahr 2018 begann der Zinslauf ab dem 01.04.2020 – die Nachzahlungen bzw. Erstattungen mit 0,5 % monatlich verzinst.

© chokniti-stock.adobe.com
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Der zugrundeliegende Zinssatz von 6 % p. a. wurde seitdem nicht verändert. Durch die anhaltende Niedrigzinsphase auf dem allgemeinen Kapitalmarkt entstand damit ein Ungleichgewicht zu denjenigen Steuerzahlern, die nach einem kürzeren Zeitablauf ihren Steuerbescheid bekamen und damit keine Zinszahlungen zu leisten hatten bzw. erhielten. Durch die Verzinsung wollte der Gesetzgeber ursprünglich einen Ausgleich schaffen für die unterschiedlichen Zeitpunkte, an denen eine Steuer festgesetzt wird. Schließlich kann der Steuerpflichtige durch eine spätere Festsetzung länger mit seinem Geld wirtschaften oder muss länger auf den Ausgleich warten. Nur, gibt es außer beim Finanzamt seit langem keine 6 % Guthabenzinsen, zu denen der Steuerpflichtige zwischendurch sein Geld anlegen kann. So erkannte der 1. Senat des Bundesverfassungsgerichtes zwar an, dass der Gesetzgeber typisierende Maßstäbe vorgeben dürfe. Das sei zumindest solange zu rechtfertigen, bis der Zinssatz gravierend von der Realität abweicht. … mehr


Lüneburg, März 2022

„Steuererklärung?“

Kann ich nicht - gibt‘s nicht!

Ein Ratgeber hilft dabei, die eigenen Angelegenheiten zu regeln.

 

Die Autorin Gabriele Waldau-Cheema hat 1981 ihren Abschluss als Betriebswirtin gemacht und setzte zwei Jahre später die Bilanzbuchhalterprüfung hinterher. Seit über 40 Jahren arbeiten sie nun bereits in ihrem Beruf und beschäftigt sich intensiv mit dem Thema Steuern. Seit 20 Jahren hat die Autorin eine eigene Lohnsteuerhilfe-Beratungsstelle und liebt ihren Beruf noch immer.
Gabriele Waldau-Cheema hatte schon lange die Idee ein Buch zu schreiben und setzte dieses auf die „Ruhestand-to-do-Liste“. Doch durch die Verbraucherzentrale NRW fast schon ein wenig überredet, zog die Betriebswirtin das Verfassen ihres Buches vor. Ihrer Kinder haben ihr den Rücken freigehalten und so konnte sie sich an diese Herzensangelegenheit setzen und schrieb einen Ratgeber für Rentner/Pensionäre und Menschen, die es einmal werden wollen. … mehr

 

Mein Senioren-Magazin und die Verbraucherzentrale verlosen 1 x 1 Buch "Steuererklärung". Nutzen Sie Ihre Chance und nehmen Sie bis zum 30.04.2022 teil! Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren.


Lüneburg, Dezember 2021

Das Sorgentelefon

Würde in der Pflege?!

Seit 2018 bietet das Lüneburger Sorgentelefon „Würde in der Pflege?!“ Betroffenen bei Konflikten und Krisen zwischen pflegenden und pflegebedürftigen Personen Beratung und Information.


Alle, die andere pflegen und alle, die gepflegt werden wissen, dass es schnell zu Konflikten und kritischen Situationen zwischen den Beteiligten kommen kann. Dies kann bewusst oder unbewusst entstehen oder auch Ausdruck eines Krankheitsbildes sein.  Dabei entstehen solche kritischen Situationen nicht erst bei Anwendung unmittelbarer körperlicher Gewalt, sondern viele weitere Aspekte werden von den beteiligten Personen als problematisch oder gar übergriffig empfunden.


Dies können unter anderem sein:

  • grob anfassen, unbequem hinsetzen oder hinlegen
  • Beleidigungen, unangemessen ansprechen, anschreien
  • sexuelle Andeutungen machen
  • Schamgefühle oder Intimsphäre verletzen
  • unerlaubt oder häufig freiheits­entziehende Maßnahmen anwenden
  • Hilfsmitteln wegnehmen
  • unerlaubtes Ruhigstellen mit Medikamenten
  • bewusst falsche Anschuldigungen machen
  • Vernachlässigung, Bedürfnisse missachten, Klingel außer Reichweite hängen
  • zu Geldgeschenken nötigen
  • ……

Personen, die in der Pflege solche oder ähnliche Situationen erleben oder befürchten, können sich anonym an das Sorgentelefon wenden. Dies können sowohl pflegende Angehörige als auch professionell arbeitende Pflegekräfte sein so wie auch pflegebedürftige Personen. Alle Beteiligten können gleichermaßen Opfer oder auch Handelnde oder auch beides sein. Denn eins haben alle gemeinsam: Es wird nicht darüber gesprochen. Zu groß ist die Scham. Hier bietet das Lüneburger Sorgentelefon „Würde in der Pflege“ anonym und vertraulich Hilfe.


Tel.  (04131) 287 37 57
montags 15.00 – 17.00 Uhr


Am Telefon erhalten Sie Beratung und Unterstützung oder eine weiterführende Adresse. Die Inanspruchnahme des Telefons ist vertraulich, anonym und kostenlos.
Das Sorgentelefon ist eine Initiative des Runden Tisches gegen Gewalt in der Pflege, einem Arbeitskreis des Kriminalpräventionsrates von Stadt und Landkreis Lüneburg.


Lüneburg, September 2021

Rentenbesteuerung – unrechtmäßige Besteuerung?

©LIGHTFIELD STUDIOS.AdobeStock.com
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Viele Bezieher von Renten oder Witwenrenten empfinden die Besteuerung ihrer Bezüge als ungerechtfertigt und als Belastung. Einige haben deshalb gegen die Einkommensteuerbescheide Einspruch im Hinblick auf schwebende Gerichtsverfahren eingelegt. Zu diesen Verfahren gab es am 19.05.2021 nunmehr zwei Urteile des Bundesfinanzhofs (BFH), in denen grundsätzlich das Besteuerungsverfahren zumindest für Rentenbezieher mit einem Beginn der Rente bis zum Jahr 2007 bestätigt wurde.
Zum Hintergrund: Das Besteuerungssystem von Alters- und Witwenrenten hat sich seit dem Jahr 2005 durch eine Vorgabe des Bundesverfassungsgerichts grundlegend verändert. In dem ursprünglichen Verfahren wurde die Ungleichbehandlung von Pensionen und Renten moniert. … mehr


Lüneburg, Juni 2021

Single und Testament

Ist das notwendig?

©  fizkes.AdobeStock.com
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Wer unverheiratet ist und keine Kinder hat, macht sich meistens keine Gedanken über die Errichtung eines Testamentes. Da weder Ehegatte noch Kinder abzusichern sind, wird ein Testament für unnötig gehalten. Aber ist das tatsächlich richtig?


Um diese Frage zu beantworten, muss man sich zunächst über die gesetzliche Erbfolge klarwerden. Wenn Ehegatte und Kinder nicht vorhanden sind, sind die Eltern die nächsten gesetzlichen Erben. Falls die Eltern verstorben sind, wären dies die Geschwister, ersatzweise deren Kinder. Soweit bleibt die Erbfolge noch einigermaßen übersichtlich und kann durchaus dem (hypothetischen) Willen des Verstorbenen entsprechen, auch wenn alte Freunde oder treue Begleiter leer ausgehen würden.

 Kompliziert wird es allerdings, wenn keine Geschwister vorhanden sind. Dann sind erbberechtigt die Erben der dritten Ordnung, also die Großeltern und deren Abkömmlinge. Dies wären Onkel und Tanten, ggf. Cousins und Cousinen, und zwar zur Hälfte auf der mütterlichen und zur Hälfte auf der väterlichen Seite. … mehr


Lüneburg,  März 2021

Ruhestand schützt nicht vor Papierkram

Auch Rentner sind zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet, wenn ihr zu versteuerndes Einkommen den jährlichen Grundfreibetrag übersteigt. Viel zu viele Menschen verschenken am Lebensabend Jahr für Jahr Geld ans Finanzamt, das sie sich zurückholen könnten. Unterstützung bietet dabei der aktuelle Ratgeber der Verbraucherzentrale „Steuerklärung für Rentner und Pensionäre“, der jede Menge Praxiswissen, Formulare, verständliche Ausfüllhilfen und viele Spartipps bietet. … mehr



Lüneburg,  März 2021

Bagso-Projekt

erschließt den Nutzen Künstlicher Intelligenz für ältere Menschen

© Rojo.adobe.stock.com
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Kann Künstliche Intelligenz (KI) zur Lebensqualität beitragen und wenn ja, in welcher Weise?


Dieser Frage geht die BAGSO gemeinsam mit lokalen Partnern im Rahmen des Projekts „Digitale Souveränität älterer Menschen mit KI-Technologien fördern” nach. Ziel ist es, ältere Menschen im Umgang mit KI-Technologien zu schulen und dabei Chancen und Risiken gleichermaßen zu beleuchten. Ältere Nutzerinnen und Nutzer werden so in die Lage versetzt, souverän zu entscheiden, ob und wie sie KI-basierte Technologien für ihren Alltag einsetzen wollen. … mehr


Lüneburg,  September 2020

Begrifflichkeiten rund um das Erbrecht

Bild: Jacob Lund-Fotolia
Bild: Jacob Lund-Fotolia

Früher oder später – irgendwann betrifft das Thema „Erben und Vererben“ jeden. Oft ist es ein Todesfall in der Familie oder eines Bekannten, welcher zum Nachdenken anregt, wie das eigene Vemögen aufgeteilt werden soll. Doch fällt einem in diesem Zusammenhang häufig auf, dass einige Begrifflichkeiten einem nicht bekannt sind. Schnell kann etwas übersehen werden und ungeklärt bleiben. Dies führt später zu Problemen bei der Vermögensverteilung, was oft zu einem Konflikt zwischen den Hinterbliebenen führt.


Was ist das Erbrecht?
Das Erbrecht zählt zu einem der Grundrechte in Deutschland. Es verfügt über das Eigentum oder andere veräußerbare Rechte zum Eintritt des Todes des Erblassers hin zu regeln und andererseits auch Begünstigter solcher Verfügungen zu werden. Mit anderen Worten – zu erben.
Der Begriff Erbrecht bezeichnet im objektiven Sinn auch die Rechtsnormen, die sich mit dem Übergang des Vermögens einer Person bei ihrem Tod auf eine oder mehrere andere Personen befassen.
Quelle: www.wikipedia.org/wiki/Erbrecht


Erbvertrag oder Testament?
Beides sind Möglichkeiten seinen Nachlass zu regeln. Doch wo liegt hier der Unterschied?
Bei einem Testament verfügt der Erblasser darüber, wie sein Vermögen aufgeteilt wird. Außerdem kann er seine Entscheidung jederzeit widerrufen oder ändern.
Wird ein Erbvertrag geschlossen, müssen alle beteiligten Parteien ihre Zustimmung mitteilen. Hierbei kann der Erblasser jedoch eine Gegenleistung vom Erben einfordern. Der Erbvertrag hat einen zusätzlichen Vorteil für unverheiratete Paare, die sich gegenseitig binden wollen, jedoch kein gemeinschaftliches Testament aufsetzen können, da dies gesetzlich nur für Eherpaare vorgesehen ist. Anhand eines Erbvertrags können sie zum Beispiel festlegen, dass der jeweilig andere nach den Tod das Vermögen erben soll.
Quelle: www.sueddeutsche.de/geld/alternative-zum-
testament-was-steht-in-einem-erbvertrag


Arten der Erbfolge
Das deutsche Erbrecht kennt zwei Arten der Erbfolge: zum einen die Gesetzliche Erbfolge. Diese regelt die Rechtsnachfolge des Erblassers nach dem Tod, wenn dieser keine Verfügung, also kein wirksames Testament und keinen wirksamen Erbvertrag hinterlassen hat, die letztwillige Verfügung nicht angefochten oder der testamentarische Erbe das Erbe ausgeschlagen hat. Werden gleich mehrere Personen Rechtsnachfolger, so wird auch die Größe des Anteils der einzelnen Miterben am gemeinschaftlichen Vermögen der Erbgemeinschaft bestimmt.
Liegt dagegen ein rechtswirksames Testament, ein wirksames gemeinsames Testament oder ein wirksamer Erbvertrag vor, so wird von einer gewillkürten Erbfolge gesprochen. Wird durch die Verfügung von Todes wegen nur ein Teil des Vermögens unter den Erben verteilt, so ist für den übrigen Teil die gesetzliche Erbfolge anzuwenden.
Quelle: www.wikipedia.org/wiki/Erbfolge


Pflichtanteil: Wem steht was zu?
Der Pflichtteil im Erbrecht sichert zunächst den Angehörigen, insbesondere den Kindern und Ehegatten, eine Mindestbeteiligung am Nachlass. Dieser wird unabhängig vom Willen des Erblassers gewährt, schränkt also die Testierfreiheit des Erblassers ein. Das bedeutet, dass ein Angehöriger auch dann eine Teilhabe am Nachlass zusteht, wenn dieser zuvor von der gesetzlichen Erbfolge ausgeschlossen wurde.
Der Pflichtteilanspruch besteht dabei im Wert der Hälfte des gesetzlichen Erbteils und ist auf Zahlung eines entsprechenden Geldbetrages gerichtet. Die Erben können diesen Anspruch weder mit Sachwerten aus dem Nachlass erfüllen, noch kann der Pflichtteilsberechtigte die Herausgabe oder Übereignung von Sachen aus der Erbschaft verlangen.
Kinder im Sinne des Abstammungsrechts des BGB, adoptierte Kinder, Ehegatten und eingetragene Lebenspartner des Erblassers sind stets pflichtteilsberechtigt. Entferntere Abkömmlinge und die Eltern des Erblassers sind nur dann pflichtteilsberechtigt, wenn kein Abkömmling, der sie im Fall der gesetzlichen Erbfolge ausschließen würde, den Pflichtteil verlangen kann.
Kinder, welche in einer Patchwork-Familie leben, steht zunächst kein Pflichtanteil zu, da dies vom Gesetz nicht vorgesehen ist. Hier ist man gut beraten, die Erbfolge zu überdenken und das Testament im Hinblick der herrschenden Familienverhältnisse neu aufzusetzen.
Quellen: www.wikipedia.org/wiki/Pflichtteil, 
www.testament-erben.de/erben-in-der-patchworkfamilie


Lüneburg, Juni 2020

Hilfsorganisation für Opfer von Gewalt

© WEISSER RING
© WEISSER RING

Weisser Ring ist eine eigenständige Hilfsorganisation und unterstützt und hilft Kriminalitätsopfern und deren Familien.
Gegründet wurde der Verein am 24. September 1976 unter anderem vom Fernsehjournalisten Eduard Zimmermann in Mainz. Im Jahre 2018 weist der Verein feste Beschäftigte, tausende von Freiwilligen und mehrere zehntausend Mitglieder auf. Er finanziert sich durch Mitgliedsbeiträge, Spenden, Stiftungen, Nachlässen und Zuweisungen von Geldbußen. Öffentliche Zuschüsse werden dagegen nicht angenommen … mehr



Lüneburg, März 2020

Heiraten mit 50 plus

© Rawpixel - www.stock.adobe.com
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Natürlich sollte es nicht der ausschlaggebende Grund sein zu heiraten - das Thema Steuerbelastung macht die Entscheidung vielleicht etwas leichter. Immer mehr Paare leben ohne Trauschein zusammen oder möchten eine weitere Ehe nicht eingehen. Das kann vielfältige und berechtigte Gründe haben. Es gibt aber auch einige monetäre Gründe, die für eine Eheschließung
sprechen.

 

Splittingtarif - Ist man nicht verheiratet wird die Einkommensteuer-Grundtabelle angewendet. In dem Jahr der Hochzeit eröffnet sich die Wahl zwischen der Einzelveranlagung (wie vorher als Unverheiratete/r) oder der Zusammenveranlagung und damit der Wahl zur Splittingtabelle. Dafür müssen beide Ehegatten unbeschränkt steuerpflichtig sein und die Ehe muss zu einem Zeitpunkt in dem Jahr bestanden haben. Man muss also nicht das gesamte Jahr verheiratet gewesen sein. Durch die Anwendung der Splittingtabelle verdoppeln sich einige Freibeträge … mehr

Lüneburg, März 2020

Das Erbrecht kennt keine Patchworkehe

© eric - www.stock.adobe.com
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Schließen Partner die Ehe im vorgerückten Alter, mitunter auch zum zweiten Mal, sind die gesetzlichen Bestimmungen des Familien- und Erbrechtes oftmals unpassend. Durch den Abschluss eines Ehevertrages und die Errichtung eines Testamentes können Lösungen gefunden werden, die den individuellen Bedürfnissen Rechnung tragen.

Hausfrauenehe - Das Leitbild der gesetzlichen Regelungen im 4. Buch des Bürgerlichen Gesetzbuches ist die sogenannte Hausfrauenehe. Das Gesetz schützt den die Kinder betreuenden „schwächeren“ Ehegatten u. a. durch Unterhaltsansprüche, Versorgungsausgleich und Zugewinnausgleich. Die Interessenslage in der Hausfrauenehe unterscheidet sich in der Regel grundsätzlich von der Partnerschaft im vorgerückten Alter. Es liegt also nahe, mit einem Ehevertrag die gesetzlichen Regelungen den Erfordernissen der Ehe anzupassen. So kann beispielsweise ein Verzicht auf nachehelichen Unterhalt angemessen sein, soweit ehebedingte Nachteile für einen Ehepartner nicht zu erwarten sind … mehr



Lüneburg, Januar 2020

Besteuerung von Renten

aus gesetzlicher Rentenversicherung

© Monkey Business - www.stock.adobe.com
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Wer muss überhaupt eine Einkommensteuererklärung abgeben? Grundsätzlich muss jeder mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in Deutschland jährlich eine Einkommensteuererklärung abgeben.

 

Selbst Rentner, die von der Deutschen Rentenversicherung eine Rente beziehen und im Ausland leben, sind insoweit in Deutschland einkommensteuerpflichtig. Eine Ausnahme von der Steuerpflicht ergibt sich dann, wenn das zu versteuernde Einkommen unter dem Existenzminimum liegt. Dieses Existenzminimum wird jährlich neu festgelegt, 2018 betrug es € 9.000,00, 2019  € 9.168,00 und 2020  € 9.408,00, jeweils bezogen auf eine einzelne Person. Bei Eheleuten verdoppeln sich diese Beträge … mehr

Lüneburg, Januar 2020

Digitaler Nachlass

© mrmohock - www.stock.adobe.com
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Spätestens nachdem das Kammergericht Berlin den Eltern – und Erben – eines verstorbenen 15-jährigen Mädchens den Zugriff auf das Facebook-Konto ihrer Tochter verweigert hat, ist der Begriff des digitalen Nachlasses in aller Munde.


Hierbei stellt sich zunächst die Frage, was überhaupt ein digitaler Nachlass ist. Die Bezeichnung „digitaler Nachlass“ stellt einen Sammelbegriff für unzählige auf elektronischen Medien hinterlegte persönliche Daten dar. Dies betrifft verschlüsselte und unverschlüsselten Daten, seien sie auf lokalen Datenträgern, externen Speichern, in clouds (digitaler Speicher auf einem externen Server) oder sonst im Internet bei Providern hinterlegt. Dies sind neben den lokal gespeicherten Daten insbesondere E-Mail-Accounts, Accounts bei sozialen Netzwerken wie Facebook, Rechte an Websites oder Domains, aber z. B. auch ein Bitcoin-Konto … mehr