Lüneburg, Juni 2022

Grundsteuerreform jetzt geht es los!

Neues niedersächsische Grundsteuergesetz:
Das Bundesverfassungsgericht hat die bisherige Besteuerung für verfassungswidrig erklärt. Denn die Belastungsverteilung ist im Laufe der Zeit unzutreffend geworden. „Mit dem neuen Gesetz ist keine Erhöhung des Aufkommens beabsichtigt“, hebt der Niedersächsische Finanzminister Reinhold Hilbers hervor. Gleichwohl wird es durch die Reform zu Belastungsverschiebungen für einzelne Steuerpflichtige kommen. Das kann sowohl ein Mehr als auch ein Weniger für den Einzelnen sein.

 

Jeder Eigentümer eines Grundstücks ist verpflichtet, eine Erklärung zu seinem Grundstück gegenüber seinem Finanzamt abzugeben, diese besteht aus wenigen Angaben: Adresse, Flächen des Grundstücks und Gebäudeflächen.
Ab dem 01.07.2022 und bis zum 31.10.2022 können sie elektronisch unter www.elster.de auf dem Online-Finanzamt-Portal die Daten eintragen und übermitteln. Die Finanzverwaltung wird zuvor im Mai/Juni 2022 Informationsschreiben, mit dem jeweiligen Aktenzeichen sowie Erläuterungen an Sie versenden. Der berechnete Lage-Faktor von der Finanzverwaltung wird dann in die Berechnung einbezogen. Dafür wird als Indikator der Bodenrichtwert für das jeweilige Grundstück genutzt und mit dem Gemeindedurchschnitt verglichen. Dahinter steht, dass eine Gemeinde dem Grundbesitzer typischerweise in guter Lage mehr und in mäßiger Lage weniger Nutzen bietet, zum Beispiel in Gestalt unterschiedlich langer oder kurzer Wege, der Erreichbarkeit kommunaler Dienste und der Nutzungs-/Lebensqualität. Diese Unterschiede werden im niedersächsischen Flächen-­Lage-Modell berücksichtigt.
Mithilfe des Grundsteuer-Viewers sieht man den Lage-Faktor
Die Grundsteuer hat für die kommunalen Haushalte eine enorme Bedeutung. Nach der Gewerbesteuer und dem Gemeindeanteil an der Einkommensteuer stellt die Grundsteuer die drittgrößte Einnahmequelle der Kommunen dar. Allein in Niedersachsen belief sich das Grundsteueraufkommen im Jahr 2020 auf insgesamt rund 1,4 Milliarden Euro, bundesweit auf rund 14 Milliarden Euro. Der Gesetzgeber musste die Grundsteuer reformieren, um das Aufkommen für die Kommunen zu sichern und die Neuregelungsfrist des Bundesverfassungsgerichts einzuhalten, die gilt verbindlich ab dem 01.01.2025. Niedersachsen hat sich für das Flächen-Lage-­Modell entschieden. Es ist leicht umsetzbar und enthält keine streitanfälligen Determinanten. Es vermeidet automatische Wertsteigerungen durch anwachsende Preise und verhindert damit eine schleichende Steuererhöhung. Eine einmalige Angabe ist ausreichend, nur land- und forstwirtschaftliche Flächen müssen alle 7,5 Jahre eine neue Erklärung abgeben.

Autor: Remax

© ibrahim-rifath-unsplash.com
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Lüneburg, September 2020

Was wird aus meiner Immobilie?

Bild: cdc - unsplash.com
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Jeder, der eine Immobilie sein Eigen nennt, kommt irgendwann zu der Überlegung, was damit im Alter wird.


Möchte ich möglichst lange noch im Haus selber wohnen oder vielleicht in eine pflegeleichtere Immobilie umziehen? Vielleicht bedarf es auch der pflegerischen Unterstützung und muss altersgerecht umgebaut werden? Oder ist das Haus ein Teil der Rentenplanung? Wie kann ich größten Nutzen aus der Immobilie ziehen?
Viele Fragezeichen - kein Wunder: Immobilien gehören zu den bedeutendsten Vermögenswerten, da ist Sorgfalt geboten. Ein wesentlicher Aspekt ist der emotionale Wert. Lange hat man für die Abzahlung gearbeitet, verzichtet und entbehrt. Ein ganzes Leben mit Schicksalen und glücklichen Stunden verbindet man mit seiner Immobilie und nun kommt die Unsicherheit, wie man in dem Urwald der Paragrafen, Möglichkeiten und Emotionen die beste Lösung findet, um sich für das Alter vorzubereiten und den Erben eine Freude statt Bürde zu hinterlassen.
Da ist es wichtig, umfassend informiert zu sein. Es gilt gesetzliche Regelungen einzuhalten und eventuell auch schriftlich oder sogar notariell festzulegen. Sicher ist es auch hilfreich zu wissen, was Ihre Immobilie zurzeit Wert ist oder welche Mieteinnahmen sie erzielen würde. Eventuell mit einem Umbau den Spagat zwischen Behalten und Nutzen schaffen.

Unser Ratgeber „Immobilie im Erbfall“, den sie kostenfrei bei uns erhalten oder eine Beratung bei Ihnen vor Ort können Ihnen auf dem Weg zur Entscheidung wichtige Tipps geben.
Melden Sie sich gerne bei mir und ich werde mich persönlich Ihrer Fragen annehmen.

REMAX

Ingrid Hesebeck-Keil
Tel.: +49 04131 76 70 123
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