Lüneburg, Dezember 2025

Der Bücherfrühling im Literaturbüro Lüneburg

© Karolina Heller
© Karolina Heller

In der Reihe „Ausgewählt“ führt Nava Ebrahimi am 4. März mit „Und Federn überall“ in die deutsche Provinz und verhandelt die großen Fragen unserer Zeit, am 14. April geht es mit Verena Lueken um „Alte Frauen“ – Feministinnen, Unangepasste, oft auch Spät-Entdeckte Frauen, deren Lebenswege sie in Porträts beschreibt. Judith Hermann folgt in „Ich möchte zurückgehen in der Zeit“ den Spuren ihres Großvaters, der während des Zweiten Weltkriegs für die SS im polnischen Radom stationiert war (20.04.), und am 8. Mai erzählt Felicitas Hoppe in „Reisen“ vom Abenteuer ihrer überbordenden Reisebiografie, die einst als Stubenhockerin begann.
Im ersten Halbjahr sind Kristin Höller und Ilija Matusko jeweils für drei Monate als Heinrich-Heine-Stipendiaten in Lüneburg. Höller liest am 24. März zusammen mit der ehemaligen Stipendiatin Svenja Leiber, deren neuer Roman „Nelka“ aufzeigt, welche Spuren die gewaltvolle Geschichte des 20. Jahrhunderts und Zwangsarbeit hinterlassen haben. Am 30. Juni teilt sich Ilija Matusko das Podium mit Matthias Nawrat, dessen Roman „Das glückliche Schicksal“ vom Leben und Überleben östlich und westlich des Eisernen Vorhangs handelt. Am 28. April sind zwei ehemalige Stipendiaten zu Gast: Markus Orths erzählt in „Die Enthusiasten“ von einem besessenen Laurence-Sterne-Fan und Thomas Lang in „Melville verschwindet“ vom abenteuerlichen Leben des amerikanischen Schriftstellers Herman Melville. 
In der Sachbuchreihe „Was uns bewegt“ spricht Hans-Christian Oeser am 19. Mai mit der ehemaligen ARD Auslandskorrespondentin Annette Dittert über ihr Buch „Dear Britain. Auf der Suche nach der Seele Großbritanniens“ und Sebastian Friedrich am 3. Juni mit Jana Hensel über ihr Buch „Es war einmal ein Land. Warum sich der Osten von der Demokratie verabschiedet“.
Im Juni veranstaltet das Literaturbüro zusammen mit dem Theater Lüneburg unter dem Titel „Seifenblasen zu verkaufen“ einen literarischen Abend zum 100. Geburtstag von James Krüss und zusammen mit der Literarischen Gesellschaft Lüneburg e.V. ist eine neue Reihe „Digitale Welten – KI & Co. in Literatur und Gesellschaft“ entstanden, die unterschiedliche Facetten der digitalen Transformation beleuchtet: Mit Ulrike Draesner und Emma Braslavsky geht es um die literarische Produktion, mit Medienwissenschaftler Martin Andree um Big Tech und den „Krieg der Medien“ und mit Juan S. Guse und seinem Buch „Tausendmal so viel Geld wie jetzt“ um Kryptowährungen und warum der Wunsch nach schnellem Geld zu einer Gesellschaft im Krisenmodus passt. 


Ausführliche Informationen und Termine unter www.literaturbuero-lueneburg.de.