Lüneburg, März 2021

Lüneburgs Geschichte in Stein gemeißelt

Mitten in der Stadt Lüneburg befindet sich ein Ort, der sowohl Platz für Erinnerungen, Trauer und Trost bietet, als auch Geschichten erzählt und Neugierde weckt. Er ist Park, Denkmal und Museum zugleich. Der Zentralfriedhof an der Soltauer Straße.


Mit seinen 12,9 ha zählt er zu den größten Friedhöfen der Stadt. Dabei war er keineswegs immer der bedeutendste. Die anderen bis dahin vorhandenen Friedhöfe waren voll und so wurde es notwendig, weitere Bestattungsflächen zu schaffen. So wurde Ende des 19. Jahrhunderts der Zentralfriedhof eröffnet. Die kleine Kirchenkapelle am Haupteingang bekam eine imposante Glocke, die damals zu jeder Beerdigung erklang. Doch als das Krankenhaus in der Nähe des Friedhofs eröffnet wurde, gab es Protest aus der Bevölkerung. Die Glocke würde die Patienten in Ihrer Genesung beeinträchtigen, weil sie sie an den Tod erinnere. Also wurde die Glocke per Anordnung stillgelegt. Bestattungen verliefen fortan in einer sehr ruhige Zeremonie. Bisdie Verordnung zurückgenommen wurde und die Glocke wieder schlug.
In den 1960er Jahren ging der Friedhof in kommunale Hand über. In der Zeit von wirtschaftlichem Aufschwung, wuchs auch die Einwohnerzahl von Lüneburg und somit der Bedarf an Grabflächen. … mehr


Lüneburg, Dezember 2020

Abschied ist ein schweres Wort

Wenn ein Mensch verstirbt, findet fast immer eine Trauerfeier statt, in jeder Religion, an jedem Ort. Oft sind Bestatter die wirklich letzten Menschen, die einen Verstorbenen zu sehen bekommen. Sie bereiten den Abschied vor, welcher der Letzte sein wird.
Als Bestatter braucht man eine starke Psyche und genügend Distanz, um bei aller Empathie für die Hinterbliebenen der sachlichen Erfüllung seiner Aufgaben nachzukommen. Tino Lips hat dies schon als junger Mensch von seinem Vater gelernt und ist bis heute gern in seinem Beruf. Aber warum wird man Bestatter?
Sein Vater, Rudolf Lips, war seit Jahren in einem Lüneburger Bestattungsinstitut angestellt. Im Jahre 1997 hat er sich selbstständig gemacht. Er schloss sich mit der Ahorn Holding Gesellschaft zusammen um mehr Möglichkeiten für sein Unternehmen zu schaffen, wurde Geschäftsführer und hielt 25 Prozent am Unternehmen. …mehr


Lüneburg, September 2020

Jetzt ist Zeit für die persönliche Vorsorge

Bild: Joe Hepburn - unsplash.com
Bild: Joe Hepburn - unsplash.com

Das Interesse an einer Online-Absicherung steigt rasant an berichtet Philip Harms, Mitgründer von Afilio. Die digitale Plattform macht komplizierte Themen einfach und transparent zugänglich.

 

Die Plattform nutzt moderne Technologie, um Menschen bei schwierigen Fragen zu unterstützen. Ziel ist es, Hilfe in jeder Lebenslage anzubieten – egal ob die Nutzer jung oder alt sind. Die Vorschläge der Plattform sind genau auf die jeweilige Situation der Ratsuchenden angepasst. Patientenverfügung, Versicherungen oder Vorsorgevollmacht – das sind Themen, mit denen sich eigentlich niemand gerne beschäftigt. Aktuell wäre vielleicht dennoch ein guter Anlass, diese Haltung zur eigenen Vorsorge zu überdenken. Nicht nur haben die meisten Menschen gerade viel Zeit, sich intensiv mit ihren persönlichen Dingen zu beschäftigen. Vielen wird in der derzeitigen Krise auch besonders bewusst, wie wichtig es ist, für einen Ernstfall vorzusorgen. Das merken wir deutlich am Zugriff auf unsere Online-Seiten: Seit Ausbruch der Corona-Epidemie interessieren sich wesentlich mehr Menschen für unser ganzheitliches Vorsorge-Angebot. Wir zeigen auf, welche Maßnahmen für jeden einzelnen Nutzer tatsächlich sinnvoll sind. Eine solche Absicherung sollte nach unserer Überzeugung für jeden zugänglich sein, ohne dubiose Makler oder überflüssige Angebote. … mehr


Lüneburg, März 2020

Wenn treue Freunde von uns gehen

© Roman Kraft, www.unsplash.com
© Roman Kraft, www.unsplash.com

Für viele Menschen in Deutschland ist ein Haustier mehr als nur ein Tier, es ist ein Familienmitglied. Es wohnt mit im Haus und wird regelmäßig ärztlich untersucht und begleitet seinen Besitzer auf Reisen. Ganz so, wie es Menschen tun. Aber die Lebenserwartung eines Vierbeiners ist bedeutend kürzer. Somit heißt es meist für den Menschen Abschied nehmen.

 

Die Deutschen mögen Haustiere. Zumindest leben in ihren Wohnungen und Gärten so viele Tiere wie in kaum einem anderen Land der Welt. Allein zwölf Millionen Katzen und 7,4 Millionen Hunde leisten den Bundesbürgern Gesellschaft. Wenn dann ein geliebtes Tier stirbt, ist das zweifelsfrei ein herber Schlag für den Besitzer. Trauer macht sich breit und der Abschied fällt vielen schwer … mehr


Lüneburg, Dezember 2017

Darf man eine Urne mit nach Hause nehmen?

© normankrauss
© normankrauss

Noch besteht in der Bundesrepublik Deutschland der so genannte Friedhofszwang.

Die allgemeine Einstellung geht dahin, dass nur auf einem Friedhof die Totenruhe gewährleistet ist. Daher darf man eine Urne mit Totenasche nicht mit nach Hause nehmen. Ausnahmen sind in Deutschland bislang nur die Beisetzung der Urne auf See (Seebestattung) oder im Wurzelbereich eines Baumes (Natur- oder Baumbestattung). Seit Anfang 2015 ist unter bestimmten Voraussetzungen für Bremer auch im Bundesland Bremen ... mehr



Die Liebe hört nicht auf

Sehr idyllisch und abseits des Trubels eingebettet zwischen Feldern und Wiesen an einem kleinen Weg gelegen findet man den ehemaligen Anstaltsfriedhof – heute als Friedhof Nord-West bekannt. Lesen Sie hier, was sich dahinter verbirgt und welch dunklem Kapitel unserer Geschichte auf diesem Friedhof gedacht wird.


Die ersten Beisetzungen auf dem Friedhof Nord-West fanden ca. 1922 statt. Bis zur Übernahme des Friedhofes durch die Hansestadt Lüneburg im Jahre 1985 wurden hier ausschließlich Patienten und Mitarbeiter des LKHs bestattet – daher der Name „Anstaltsfriedhof“. In der Lüneburger Kinderfachabteilung wurden zwischen 1941 und 1945 mehr als 350 Todesfälle dokumentiert. Dieser Opfer des Nationalsozialismus wird heute mit einer Gedenkanlage, welche 2013 eingeweiht wurde, gedacht … mehr

Lüneburgs Geschichte in Stein gemeißelt

Mitten in der Stadt Lüneburg befindet sich ein Ort, der sowohl Platz für Erinnerungen, Trauer und Trost bietet, als auch Geschichten erzählt und Neugierde weckt. Er ist Park, Denkmal und Museum zugleich. Der Zentralfriedhof an der Soltauer Straße  ... mehr



Mein Erbe tut Gutes

Das Prinzip Apfelbaum

Mit dem Erbe einen guten Zweck unterstützen, die eigenen Werte über den Tod hinaus weitergeben und Bleibendes schaffen, das immer wieder Früchte trägt – das ist „Das Prinzip Apfelbaum“. Ob mit Spenden oder ehrenamtlichem Engagement – die Welt verantwortungsvoll mitzugestalten, ist für viele ein Grundsatz, der sie durch das Leben leitet. Dieses Prinzip hat auch über den Tod hinaus Bestand. Und so möchten immer mehr Menschen … mehr


Bestattungsarten

Teil 1 – Die große Vielfalt der Bestattungsarten

Die Art, wie ein Verstorbener zur letzten Ruhe gebetten wird, soll noch einmal die Liebe und Achtung wiederspiegeln, die man ihm im Leben entgegengebracht hat. Es bedarf Erfahrung, eine entsprechende würdige Art zu finden und dabei eventuell vorab vom Verstorbenen geäußerten Willen mit einzubinden.

Den Angehörigen hinterlässt man damit neben der Trauer eine anspruchsvolle Aufgabe. Daher sollte man … mehr

Teil 2 – Die große Vielfalt der Bestattungsarten

In der letzten Ausgabe haben wir über Formen der Bestattung informiert. Denn, die Art, wie ein Verstorbener zur letzten Ruhe gebetten wird, soll noch einmal die Liebe und Achtung wiederspiegeln. Es bedarf einiges an Erfahrung, eine entsprechende würdige Art zu finden und dabei den eventuell vorab vom Verstorbenen geäußerten Willen mit einzubinden.

Neben den geläufigen Bestattungsformen gibt es noch eine Reihe anderer Möglichkeiten. Eine davon ist die … mehr