Lüneburg, Juni 2022

Ein Stück von mir – Das eigene Leben als Hörbuch

© Urte Modlich
© Urte Modlich

Es ist ein langes, bewegtes Leben, auf das Brigitte Raimers* zurückblickt: Die Flucht aus Schlesien als damals Sechsjährige, die erfüllte Ehe mit ihrem Mann, der plötzliche Unfalltod ihres geliebten Bruders, die Geburt der Kinder und nun die oft viel zu langen Stunden der Stille, die sie als inzwischen 86-Jährige umgeben. „Ich trage so viele Erinnerungen an all das Erlebte in mir“, sagt sie. „Die wichtigsten darunter kennen meine Kinder.“ Tatsächlich weiß ihr Sohn Stefan viel von seiner Mutter, immer wieder schwelgen sie gemeinsam in der Vergangenheit. Dennoch treibt ihn der Gedanke um, diese Geschichten eines Tages zu verlieren: „Wenn meine Mutter irgendwann einmal nicht mehr da ist, verschwinden nicht nur ihre Erzählungen“, meint er. „Es ist auch ihre Stimme, die fehlen wird.“ Mit diesem Bewusstsein hat sich der Sohn auf die Suche gemacht. Er wollte einen Weg finden, das Andenken an seine Mutter zu bewahren. Dabei stieß er eher durch Zufall auf das Angebot „Ein Stück von mir“. Hinter diesem Namen verbergen sich professionell erstellte Hörbiografien, … mehr


Lüneburg, Juni 2022

Friedhof Spiekerhörn

Kleinster Friedhof Deutschlands

© wikipedia.org
© wikipedia.org

Als der kleinste Friedhof Deutschlands gilt der im Jahre 1872 gegründete Friedhof Spiekerhörn. Dieser befindet sich in der Elbmarsch im Ortsteil Spiekerhörn der Gemeinde Raa-Besenbek, Kreis Pinneberg.


Seine Geschichte
Spiekerhörn liegt am Fluss Krückau und gehört damit zum Kirchspiel Elmshorn, weshalb man die Toten vor 1872 nach Elmshorn gebracht werden mussten. Vor allem aber im Winter erwies sich die Überführung ins entfernt Elmshorn als sehr schwierig, da die Wege nich passierbar waren. Daher wurden die Toten über den Wasserweg zu ihrer letzen Ruhestätte gebracht. Auch das brachte Probleme mit sich, wenn der Fluss Eis führte oder gar ganz zugefroren war.

 

Eine Lösung musste her
Im Jahre 1871 kam die Überlegung auf, die Dorfschaft Spiekerhörn kirchlich an das näher gelegene Neuendorf anzugliedern. Dies fand jedoch zu der Zeit keine Zustimmung. Nur ein Jahr später, im Jahre 1872, änderte sich die Meinung jedoch. Man entschied, Spiekerhörn und Landscheide nach Neuendorf umzupfarren. … mehr


Lüneburg, März 2022

Wo sie ruhen …

Audioguides für Ihre Spaziergänge zu Grabstätten

© marek-studzinsk/unsplash.com
© marek-studzinsk/unsplash.com

Die kostenlose und werbefreie App enthält Texte und Audioguides zu mehr als 1.200 historischen Grabstellen bedeutender Persönlichkeiten auf 45 Friedhöfen
 in 32 deutschen Städten.


Mit einer kleinen App einfach großes Entdecken
Friedhöfe bieten in ihrer ganz eigenen Atmosphäre eine zahlreiche Anzahl an Kultur- und Gesellschaftsgeschichten. Während nicht nur Menschen, die wir lieben und in unserem Herzen tragen dort ihre ewige Ruhe gefunden haben, sind unter Marmor und Granit bzw. in Archiven und Bibliotheken eine Wissensfülle an Geschichten und Persönlichkeiten verschlossen und liegen im Verborgenen.

Hierzu hat die Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe in Berlin-Brandenburg eine App entwickelt,  um für Interessierte die kleinen und großen Geschichten sichtbar und hörbar zu gestalten und jedem Friedhofsbesucher einen leichten Wissenszugang zu ermöglichen. … mehr


Lüneburg, März 2022

Pflegeleichte Bepflanzung fürs Grab

© tomb/pixabay.com
© tomb/pixabay.com

Trauer hat oft einen festen Ort – den Friedhof. Das Grab zu bepflanzen ist hierzulande die wohl häufigste Geste der Trauer und des Mitgefühls. Doch welche Pflanzen eignen sich am besten für welche Jahreszeit?


Gerade an Totengedenktagen, Feiertagen oder dem Geburtstag sowie Todestag des Verstorbenen legen viele Wert auf eine schöne Grabbepflanzung. Einige leben andernorts oder können leider nicht mehr so wie sie gerne möchten und bevorzugen eine gleichbleibende und pflegeleichte Grabgestaltung. Andere legen Wert auf eine abwechslungsreiche Bepflanzung, doch diese muss oft an die Saison angepasst werden, … mehr


Lüneburg, März 2022

„Oma? Wenn du stirbst,                                                    kommst du dann in den Himmel?“

Kinder fragen gerade heraus und ohne Scheu. Doch wie soll man antworten?

© K. Lüdecke
© K. Lüdecke

Es ist für niemanden leicht, einen geliebten Menschen zu verlieren. Besonders schwierig wird es, wenn man keine Zeit oder Gelegenheit hatte, sich von ihm zu verabschieden, oder wenn Kinder dabei sind.


Mit Kindern wird über vieles geredet und ihnen wird viel erklärt. Doch wie erklärt man den Tod? Was sagt man, wenn die Mutter nicht mehr nach Hause kommt? Als Erwachsene verfallen wir in Trauer, reden mit Familienmitgliedern, Freunden oder Phsychologen über unsere Gefühle und suchen uns Wege, mit der Trauer umzugehen. Für Kinder ist das ein Prozess auf den weder sie selbst noch die Mitmenschen vorbereitet sind. Das kann zu großen Belastungen in der Familie und Ängsten bei den Kindern führen. … mehr


Lüneburg, Dezember 2021

Grusel und Romantik vereint

Der Friedhof Père Lachaise

Foto © Mathias-P-R-Reding/unsplash.com
Foto © Mathias-P-R-Reding/unsplash.com

Der Cimetière du Père Lachaise in Paris gilt mit seinen 44 Hektar als der größte Friedhof von Paris und ist die erste als Parkfriedhof angelegte Begräbnisstätte der Welt. Seinen Namen erhielt der Friedhof nach Pater François d’Aix de Lachaise, welcher die Gärten anlegte auf denen der Friedhof errichtet wurde.


Die Geschichte des Friedhofs
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts erließ die Stadt Paris eine neue Friedhofsordnung. Das Monopol der Kirche auf Beerdigungen sollte sein Ende finden, weshalb im Jahr 1803 ein Erlass beschlossen wurde, demzufolge mehrere kleine Friedhöfe geschlossen wurden. Neue durften nur noch vor den Toren der Stadt Paris errichtet werden. Beaufsichtigt wurden diese dann durch die Gemeinde. Andere Friedhöfe, wie der Hauptfriedhof in Mainz, folgten diesem Beispiel im gleichen Jahr.
Das erste Stück Land des neuen Pariser Friedhofs wurde vom Seine-Präfekt Nicolas Frochot am 28. Februar 1803 gekauft. Dieses lag im Osten der Hauptstadt und wurde für diesen Zweck vollkommen umgestaltet und vergrößert.
Die erste Beerdigung fand am 21. Mai 1804 statt. Hierbei wurde die damals verstorbene fünfjährige Adélaïde Paillard de Villeneuve bestattet. Trotz des Konzepts der strikten Trennung von Kirche und Staat wurde der Friedhof unter dem Namen des Jesuitenpaters François d’Aix de Lachaise berühmt. … mehr


Lüneburg, März 2021

Lüneburgs Geschichte in Stein gemeißelt

Mitten in der Stadt Lüneburg befindet sich ein Ort, der sowohl Platz für Erinnerungen, Trauer und Trost bietet, als auch Geschichten erzählt und Neugierde weckt. Er ist Park, Denkmal und Museum zugleich. Der Zentralfriedhof an der Soltauer Straße.


Mit seinen 12,9 ha zählt er zu den größten Friedhöfen der Stadt. Dabei war er keineswegs immer der bedeutendste. Die anderen bis dahin vorhandenen Friedhöfe waren voll und so wurde es notwendig, weitere Bestattungsflächen zu schaffen. So wurde Ende des 19. Jahrhunderts der Zentralfriedhof eröffnet. Die kleine Kirchenkapelle am Haupteingang bekam eine imposante Glocke, die damals zu jeder Beerdigung erklang. Doch als das Krankenhaus in der Nähe des Friedhofs eröffnet wurde, gab es Protest aus der Bevölkerung. Die Glocke würde die Patienten in Ihrer Genesung beeinträchtigen, weil sie sie an den Tod erinnere. Also wurde die Glocke per Anordnung stillgelegt. Bestattungen verliefen fortan in einer sehr ruhige Zeremonie. Bisdie Verordnung zurückgenommen wurde und die Glocke wieder schlug.
In den 1960er Jahren ging der Friedhof in kommunale Hand über. In der Zeit von wirtschaftlichem Aufschwung, wuchs auch die Einwohnerzahl von Lüneburg und somit der Bedarf an Grabflächen. … mehr


Lüneburg, Dezember 2020

Abschied ist ein schweres Wort

Wenn ein Mensch verstirbt, findet fast immer eine Trauerfeier statt, in jeder Religion, an jedem Ort. Oft sind Bestatter die wirklich letzten Menschen, die einen Verstorbenen zu sehen bekommen. Sie bereiten den Abschied vor, welcher der Letzte sein wird.
Als Bestatter braucht man eine starke Psyche und genügend Distanz, um bei aller Empathie für die Hinterbliebenen der sachlichen Erfüllung seiner Aufgaben nachzukommen. Tino Lips hat dies schon als junger Mensch von seinem Vater gelernt und ist bis heute gern in seinem Beruf. Aber warum wird man Bestatter?
Sein Vater, Rudolf Lips, war seit Jahren in einem Lüneburger Bestattungsinstitut angestellt. Im Jahre 1997 hat er sich selbstständig gemacht. Er schloss sich mit der Ahorn Holding Gesellschaft zusammen um mehr Möglichkeiten für sein Unternehmen zu schaffen, wurde Geschäftsführer und hielt 25 Prozent am Unternehmen. …mehr


Lüneburg, September 2020

Jetzt ist Zeit für die persönliche Vorsorge

Bild: Joe Hepburn - unsplash.com
Bild: Joe Hepburn - unsplash.com

Das Interesse an einer Online-Absicherung steigt rasant an berichtet Philip Harms, Mitgründer von Afilio. Die digitale Plattform macht komplizierte Themen einfach und transparent zugänglich.

 

Die Plattform nutzt moderne Technologie, um Menschen bei schwierigen Fragen zu unterstützen. Ziel ist es, Hilfe in jeder Lebenslage anzubieten – egal ob die Nutzer jung oder alt sind. Die Vorschläge der Plattform sind genau auf die jeweilige Situation der Ratsuchenden angepasst. Patientenverfügung, Versicherungen oder Vorsorgevollmacht – das sind Themen, mit denen sich eigentlich niemand gerne beschäftigt. Aktuell wäre vielleicht dennoch ein guter Anlass, diese Haltung zur eigenen Vorsorge zu überdenken. Nicht nur haben die meisten Menschen gerade viel Zeit, sich intensiv mit ihren persönlichen Dingen zu beschäftigen. Vielen wird in der derzeitigen Krise auch besonders bewusst, wie wichtig es ist, für einen Ernstfall vorzusorgen. Das merken wir deutlich am Zugriff auf unsere Online-Seiten: Seit Ausbruch der Corona-Epidemie interessieren sich wesentlich mehr Menschen für unser ganzheitliches Vorsorge-Angebot. Wir zeigen auf, welche Maßnahmen für jeden einzelnen Nutzer tatsächlich sinnvoll sind. Eine solche Absicherung sollte nach unserer Überzeugung für jeden zugänglich sein, ohne dubiose Makler oder überflüssige Angebote. … mehr


Lüneburg, März 2020

Wenn treue Freunde von uns gehen

© Roman Kraft, www.unsplash.com
© Roman Kraft, www.unsplash.com

Für viele Menschen in Deutschland ist ein Haustier mehr als nur ein Tier, es ist ein Familienmitglied. Es wohnt mit im Haus und wird regelmäßig ärztlich untersucht und begleitet seinen Besitzer auf Reisen. Ganz so, wie es Menschen tun. Aber die Lebenserwartung eines Vierbeiners ist bedeutend kürzer. Somit heißt es meist für den Menschen Abschied nehmen.

 

Die Deutschen mögen Haustiere. Zumindest leben in ihren Wohnungen und Gärten so viele Tiere wie in kaum einem anderen Land der Welt. Allein zwölf Millionen Katzen und 7,4 Millionen Hunde leisten den Bundesbürgern Gesellschaft. Wenn dann ein geliebtes Tier stirbt, ist das zweifelsfrei ein herber Schlag für den Besitzer. Trauer macht sich breit und der Abschied fällt vielen schwer … mehr