Lüneburg, März 2020

Wenn treue Freunde von uns gehen

© Roman Kraft, www.unsplash.com
© Roman Kraft, www.unsplash.com

Für viele Menschen in Deutschland ist ein Haustier mehr als nur ein Tier, es ist ein Familienmitglied. Es wohnt mit im Haus und wird regelmäßig ärztlich untersucht und begleitet seinen Besitzer auf Reisen. Ganz so, wie es Menschen tun. Aber die Lebenserwartung eines Vierbeiners ist bedeutend kürzer. Somit heißt es meist für den Menschen Abschied nehmen.

 

Die Deutschen mögen Haustiere. Zumindest leben in ihren Wohnungen und Gärten so viele Tiere wie in kaum einem anderen Land der Welt. Allein zwölf Millionen Katzen und 7,4 Millionen Hunde leisten den Bundesbürgern Gesellschaft. Wenn dann ein geliebtes Tier stirbt, ist das zweifelsfrei ein herber Schlag für den Besitzer. Trauer macht sich breit und der Abschied fällt vielen schwer … mehr


Lüneburg, Januar 2020

Trauer als menschlicher Prozess

Im Zyklus des Lebens gehört die Geburt genauso dazu wie der Tod. Irgendwann müssen wir uns mit dem Verlust eines geliebten Menschen auseinandersetzen. Ein Prozess, bei dem Begleitung helfen kann.

 

Die Trauerbegleitung unterstützt Menschen bei der Bewältigung erlittener oder zu erwartender Verlusterfahrungen. Es wird der Versuch unternommen, dem menschlichen Bedürfnis nach Trost und Unterstützung zu begegnen. Beim Prozess der Trauer kann der Mensch durch Dasein, Mitschweigen und Zuhören unterstützt werden. Jeder kann Trauerbegleitung bei seinen Mitmenschen leisten, da diese nicht mit einer ärztlichen Therapie vergleichbar ist. Dazu kommt, dass es kein Rezept oder festgelegten Hilfsprozess bei der Trauerbegleitung gibt, jeder Mensch ist als ein Individium zu betrachten. So auch der Umgang mit der Trauer und die Hilfe, die sich der Trauernde wünscht oder vielleicht braucht … mehr

Lüneburg, September 2019

Die Geschichte des Grabsteins

Grabsteine (veraltet auch Leichensteine) sind bearbeitete, meistens beschriftete massive Natursteine, die auf Friedhöfen in der Regel am Kopfende eines Grabes freistehend aufgestellt sind. Dabei gehört meistens je ein Grabstein zu einem Grab. Grabsteine dienen in den meisten Kulturen und allen großen Religionen zum Totengedenken sowie zur oberirdischen Kennzeichnung einer Grabstelle. Heutige Grabsteine weisen im Regelfall die Namen und Lebensdaten der Verstorbenen auf, ein Kreuz oder andere Symbole, und manchmal kleine Bilder oder einen Grabspruch. Die Gestaltung kann durch eine Friedhofsordnung geregelt sein.  In der Antike wurden außerhalb von griechischen, griechisch-römischen und römischen Städten ganze Gräberstraßen angelegt (Athen, Pompeji, Via Appia bei Rom), die neben kleinen Baulichkeiten, Tempeln und Monumenten mit zahlreichen Grabsteinen (Stelen) besetzt waren … mehr



Lüneburg, Dezember 2017

Darf man eine Urne mit nach Hause nehmen?

© normankrauss
© normankrauss

Noch besteht in der Bundesrepublik Deutschland der so genannte Friedhofszwang.

Die allgemeine Einstellung geht dahin, dass nur auf einem Friedhof die Totenruhe gewährleistet ist. Daher darf man eine Urne mit Totenasche nicht mit nach Hause nehmen. Ausnahmen sind in Deutschland bislang nur die Beisetzung der Urne auf See (Seebestattung) oder im Wurzelbereich eines Baumes (Natur- oder Baumbestattung). Seit Anfang 2015 ist unter bestimmten Voraussetzungen für Bremer auch im Bundesland Bremen ... mehr



Lüneburg, September 2017

Begegnung mit dem Tod

Der Tod eines geliebten Menschen erschüttert uns bis ins Mark. Es ist erwiesenermaßen eine der größten Stresssituationen im Leben, mit denen wir umgehen müssen. Man kann es gar nicht fassen, was geschehen ist und fühlt sich wie erstarrt.

Gefühle wie Angst und Wut sind sehr präsent. Sie bestimmen den Alltag und oft fühlt man sich ihren völlig ausgeliefert. Man will einfach nicht wahrhaben, was passiert ist. Der ganze Körper ist aus dem Gleichgewicht geraten. Es braucht viel seelische Stärke (Resilienz), um zu akzeptiern ... mehr

Lüneburg, Juni 2017

FriedWald® – Die Bestattung in der Natur

FriedWald ist eine alternative Bestattungsform. Die Asche Verstorbener ruht in biologisch abbaubaren Urnen an den Wurzeln eines Baumes, der in einem als FriedWald ausgewiesenen Wald steht …  mehr



Lüneburg, März 2017

Ort der Ruhe und des Trostes

Vogelgezwitscher ertönt und der Wind rauscht leise durch die Baumkronen. Sträucher, Büsche, liebevoll arrangierte Gestecke und Blumen, schmückende Gegenstände wie Keramikengel, Herzen oder andere liebevoll ausgesuchte Objekte, welche dem Verstorbenem ihre friedliche Energie zuteil werden lassen, zieren diese Orte.


Unmittelbar nach Betreten eines Friedhofs ist die tiefe Ruhe, welche sich in Geist und Körper ausbreitet, sofort spürbar. Friedhöfe muten oft an, wie gepflegte Parks mit hohen Bäumen und angelegten Wegen. Es sind Plätze an denen Menschen ihre „letzte Ruhe“ finden, trostspendende Ort, die man aufsucht, um einem verstorbenen Menschen nah zu sein, im Zwiegespräch den Kontakt mit seiner Seele sucht oder sich in Gedanken mit der Person unterhält. Das kann sehr tröstlich sein und dabei helfen seine Trauer besser zu verarbeiten. In fast allen Kulturen der Welt glauben ...  mehr


Die Liebe hört nicht auf

Sehr idyllisch und abseits des Trubels eingebettet zwischen Feldern und Wiesen an einem kleinen Weg gelegen findet man den ehemaligen Anstaltsfriedhof – heute als Friedhof Nord-West bekannt. Lesen Sie hier, was sich dahinter verbirgt und welch dunklem Kapitel unserer Geschichte auf diesem Friedhof gedacht wird.


Die ersten Beisetzungen auf dem Friedhof Nord-West fanden ca. 1922 statt. Bis zur Übernahme des Friedhofes durch die Hansestadt Lüneburg im Jahre 1985 wurden hier ausschließlich Patienten und Mitarbeiter des LKHs bestattet – daher der Name „Anstaltsfriedhof“. In der Lüneburger Kinderfachabteilung wurden zwischen 1941 und 1945 mehr als 350 Todesfälle dokumentiert. Dieser Opfer des Nationalsozialismus wird heute mit einer Gedenkanlage, welche 2013 eingeweiht wurde, gedacht … mehr

Lüneburgs Geschichte in Stein gemeißelt

Mitten in der Stadt Lüneburg befindet sich ein Ort, der sowohl Platz für Erinnerungen, Trauer und Trost bietet, als auch Geschichten erzählt und Neugierde weckt. Er ist Park, Denkmal und Museum zugleich. Der Zentralfriedhof an der Soltauer Straße  ... mehr



Mein Erbe tut Gutes

Das Prinzip Apfelbaum

Mit dem Erbe einen guten Zweck unterstützen, die eigenen Werte über den Tod hinaus weitergeben und Bleibendes schaffen, das immer wieder Früchte trägt – das ist „Das Prinzip Apfelbaum“. Ob mit Spenden oder ehrenamtlichem Engagement – die Welt verantwortungsvoll mitzugestalten, ist für viele ein Grundsatz, der sie durch das Leben leitet. Dieses Prinzip hat auch über den Tod hinaus Bestand. Und so möchten immer mehr Menschen … mehr


Bestattungsarten

Teil 1 – Die große Vielfalt der Bestattungsarten

Die Art, wie ein Verstorbener zur letzten Ruhe gebetten wird, soll noch einmal die Liebe und Achtung wiederspiegeln, die man ihm im Leben entgegengebracht hat. Es bedarf Erfahrung, eine entsprechende würdige Art zu finden und dabei eventuell vorab vom Verstorbenen geäußerten Willen mit einzubinden.

Den Angehörigen hinterlässt man damit neben der Trauer eine anspruchsvolle Aufgabe. Daher sollte man … mehr

Teil 2 – Die große Vielfalt der Bestattungsarten

In der letzten Ausgabe haben wir über Formen der Bestattung informiert. Denn, die Art, wie ein Verstorbener zur letzten Ruhe gebetten wird, soll noch einmal die Liebe und Achtung wiederspiegeln. Es bedarf einiges an Erfahrung, eine entsprechende würdige Art zu finden und dabei den eventuell vorab vom Verstorbenen geäußerten Willen mit einzubinden.

Neben den geläufigen Bestattungsformen gibt es noch eine Reihe anderer Möglichkeiten. Eine davon ist die … mehr